Attraktivierung der Donaukanal-Radinfrastruktur

Die Rad- und Fußroute entlang des Donaukanals ist von starken Nutzungskonflikten geprägt. Diese sind der hohen Nutzungsvielfalt, welche in den letzten Jahren stark anstieg, geschuldet. Das Bearbeitungsgebiet erstreckt sich vom Anfang des Kanals (Schemerlbrücke) bis zur Mündung in die Donau auf Höhe des Freudenauer Hafens. Es schließt dabei nicht nur die Wege direkt am Kanal ein, sondern auch jene auf Straßenniveau.

Zur Analyse der Situation wurde die gesamte Verkehrsfläche, inklusive zukünftiger Varianten der Streckenführung, mit dem Fahrrad (ebenso Lastenrad) befahren und/oder zu Fuß begangen. Hierdurch konnten Infrastruktur, Belastungen und Konfliktbereiche identifiziert und die Ist-Situation einer ersten Bewertung unterzogen werden.

Bestehende Planungen (Masterpläne, STEP 2025 und Fachkonzepte) wurden erhoben und in alle Analysen und Planungen eingebunden.

In einem weiteren Schritt wurden sämtliche Qualitätsmerkmale (Breite, Beleuchtung, Belagszustand,…) der bestehenden Radinfrastruktur entlang des Kanals, sowie der Begleitwege auf Straßenniveau mittels Kriterienkatalog bewertet. Anschlussmaßnahmen zu weiterer Radinfrastruktur und Abstellmöglichkeiten wurden zusätzlich untersucht. Die gesammelten Ergebnisse wurden in Form von Analyseplänen den unterschiedlichen Verwaltungsebenen der Stadt Wien präsentiert und gemeinsam diskutiert.

Aus den umfangreichen Analysen wurde ein weitreichendes Maßnahmenkonzept entwickelt. Dieses fokussiert auf die unmittelbaren Mängel, welche sich in den Analyseplänen herauskristallisierten. Die entwickelten Maßnahmen wurden unterteilt in kurz-, mittel und langfristige Umsetzungshorizont und zusätzlich einer Prioritätenreihung unterzogen.

Das Konzept und die im Detail entwickelten Maßnahmen bieten damit einen roten Faden und eine Aktivitätenvielfalt, welche in Zukunft Nutzungskonflikte entschärfen und sowohl für den Fuß- als auch für den Radverkehr umfassende Verbesserungen erzielen werden.

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Auftraggeber: 
Magistratsabteilung 18, Magistrat der Stadt Wien
Projektzeitraum: 
2015 - 2016
Bearbeitung: 
Martin Niegl
Andrea Gruber
Rita Leimer
Gerold Ludwig