Fuß- und Radwegekonzept Wartberg ob der Aist

Im Zuge der Überarbeitung des örtlichen Entwicklungskonzeptes ist der Wunsch aufgetaucht, die Frage eines innergemeindlichen Wegenetzes für Fußgänger und Radfahrer zu vertiefen. Es sollte ein Wegenetz entwickelt werden, das die Bedürfnisse des Alltagsverkehrs und des Freizeitverkehrs abdeckt. Dabei sollten die Ansprüche unterschiedlicher Nutzergruppen berücksichtig werden, zum Beispiel der Wunsch von Alltagsradlern, möglichst auf direktem und schnellem Weg das Ziel zu erreichen und jene der Freizeitradler, die ieber „im Grünen“ unterwegs sind, auch wenn dies Umwege bedeutet. Ähnliche Überlegungen gelten auch für Fußgänger. Mit dem Wegenetz sollten alle Ortsteile, sowie die wichtigsten Ziele in der Gemeinde und im Umfeld (Bahnhaltestellen, Einkaufsschwerpunkte,..) verbunden werden. Regionale Verbindungen wie Wanderwege und regionale Radrouten wurden ebenso eingebunden.

Die Bearbeitung erfolgte in Kooperation mit einer Arbeitsgruppe. Insgesamt fanden 2 Workshops und ein Radlokalaugenschein mit Vertretern der Arbeitsgruppe statt. Im ersten Workshop wurden gemeinsam wichtige Ziele und Wunschlinien erarbeitet, im zweiten Workshop das von komobile erstellte Konzept diskutiert und weiterentwickelt.

Insgesamt wurden 5 Hauptrouten durch das Gemeindegebiet geplant, welche wichtige Ziele verbinden und auch untereinander verbunden sind, wodurch sie sowohl für den Alltags-, als auch für den Freizeitverkehr attraktiv sind. Aufgrund der bestehenden Topographie (Hauptort auf einer Anhöhe, Ortschaften unterhalb) bestand die Herausforderung, trotz bestehendem Trend zum e-Bike, möglichst steigungsarme Routen zu finden. Hier bot sich beispielsweise an, eine Route entlang der Summerauer Bahnlinie vorzusehen.

Das Konzept beinhaltet neben der Planung der Hauptrouten Maßnahmenvorschläge entlang dieser Routen  (z.B.  Breiten- und Oberflächengestaltung, bauliche Maßnahmen, Neuanlage von Wegen,..), Gestaltungsvorschläge im Schulumfeld, empfohlene Standorte für Radabstellanlagen, Fördermöglichkeiten für die Umsetzung sowie Aktionsvorschläge zur Bewusstseinsbildung.

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Auftraggeber: 
Gemeinde Wartberg ob der Aist
Projektzeitraum: 
Februar 2016 – August 2016
Bearbeitung: 
Helmut Koch
Doris Teufelsbrucker