Studie zur Weiterentwicklung von Schulwegplänen

Schulwegpläne können dazu beitragen, das Verhalten von SchülerInnen und Eltern positiv zu beeinflussen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Er zeigt Gefahrenstellen am Schulweg auf, gibt Verhaltenstips an gefährlichen Stellen und dient vor allem Eltern dazu, den sichersten Schulweg für das Kind auszuwählen und zu trainieren. Rund 300 Volksschulen in Österreich (hauptsächlich in Wien) besitzen derzeit einen Schulwegplan.

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass im Zuge der Erstellung in der Regel das Schulumfeld und die wichtigsten Schulwege mit Experten begutachtet wird, Verbesserungsmaßnahmen vorgeschlagen und auch Eltern durch eine Befragung miteinbezogen werden.

Die Studie hatte zum Ziel, aufzuzeigen, ob Schulwegpläne (noch) bekannt sind, die vorgeschlagenen sicheren Routen genutzt werden und empfohlene Maßnahmen umgesetzt wurden (schriftliche Befragung von Eltern und Schulleitungen an ca. 50 österreichischen Volksschulen mit Schulwegplan). Desweiteren wurde erhoben, ob ein Bedarf für eine flächendeckende Ausweitung an Österreichs Volksschulen besteht, wie im österreichischen Verkehrssicherheitsprogramm vorgesehen ist (Online-Umfrage bei allen österreichischen Volksschulen ohne Schulwegplan).

Die Erfahrungen aus der Praxis sind großteils positiv, es wird jedoch ein Verbesserungsbedarf vor allem in der laufenden Aktualisierung der Pläne, der verstärkten Einbindung der Eltern, der rechtzeitigen Herausgabe der Pläne und einer Mehrsprachigkeit bei Bedarf gesehen.

Unter Berücksichtigung der Befragungsergebnisse, vorangegangener Evaluierungen sowie den Erfahrungen in Österreich und in Nachbarländern wurden Empfehlungen zur Optimierung des Instruments Schulwegplans gegeben.

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Auftraggeber: 
Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV)
Projektzeitraum: 
Oktober 2013 - Juli 2014
Bearbeitung: 
Helmut Koch
Doris Teufelsbrucker
Themenbereiche: