Im Forschungsprojekt ACTIV8 wird ein Planungstool zur quantitativen Abschätzung von Maß-nahmenwirkungen auf den Modal Split entwickelt. Das Tool kommt in verschiedenen Bereichen zum Einsatz. Gemeinden oder Regionen können schnell herausfinden, wie sie in Bezug auf die aktive Mobilität aufgestellt sind und sich gegenseitig vergleichen. Durch die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung (Maßnahmenvergleich) und die mögliche Quantifizierung des Beitrags zu verkehrs- oder klimapolitischen Zielsetzungen, hilft das Tool bei der Maßnahmenentwicklung. Basierend darauf kann der Effekt der Maßnahmen in weiterer Folge z.B. auch als CO2- Einsparung, Gesundheitsnutzen oder verbesserter Verkehrssicherheit ausgedrückt werden. Durch eine mögliche quantitative Wirkungsabschätzung und der Darstellung von Ursache-Wirkungszusammenhängen können Maßnahmendiskussionen versachlicht werden, wodurch das Tool als Argumentationsunterstützung und didaktisches Werkzeug dienen kann.
Für das Tool wurden mathematische Modelle und Methoden aus Vorgängerprojekten optimiert und für den Einsatz in der Planungspraxis adaptiert. Als Methode kommt ein evidenzbasiertes Wirkungsmodell zum Einsatz, welches auf der Annahme basiert, dass die Verkehrsmittelwahl durch lokale Einflussfaktoren, wie Erreichbarkeitsverhältnisse, Topografie, Klima und Infrastruktur etc. bestimmt wird.