Einführung höherwertiges ÖV-System in Regensburg

Die Stadt Regensburg (Bayern/D) mit rund 155.000 EinwohnerInnen prüft seit längerer Zeit Möglichkeiten der Attraktivierung des ÖV-Angebotes. Herausfordernd ist dabei in erster Linie die große zusammenhängende Altstadt, die als Weltkulturerbe geschützt ist. Im Jänner 2016 wurde nach einer EU-weiten Ausschreibung die Erstellung einer Studie zur Einführung eines höherwertigen Systems des öffentlichen Personennahverkehrs beauftragt. Komobile arbeitete dabei in leitender Funktion in einer interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft, die die Bereiche Stadtentwicklung, Verkehrsplanung, Ökonomie und Bautechnik umfasst.

Der zentrale Ansatz ist dabei, von der Stadt und ihrer Struktur ausgehend Ansprüche für einen höherwertigen öffentlichen Verkehr abzuleiten und städtebauliche Chancen aufzuzeigen. Der volle Nutzen einer ÖPNV-Investition ist nur im Kontext mit möglichen Begleitmaßnahmen und Entwicklungschancen erkennbar. Der Beteiligung kommt im Projekt ein hoher Stellenwert zu. Zu Beginn des Planungsprozesses fand eine dreitägige Charrette, d. h. ein interdisziplinärer, kooperativer Workshop statt, bei dem zahlreiche Beteiligte informiert und in die Arbeit eingebunden werden.

Im Rahmen des Projekts wurde eine gesamtwirtschaftliche Bewertung nach der Methodik der standardisierten Bewertung für Tram, BRT und „Ohnefall“ für den Planungshorizont 2025 durchgeführt. Die Veränderungen im Modal Split, die Fahrzeugkilometer im ÖPNV und im Pkw wurden mit Hilfe des Verkehrsmodells Regensburg berechnet, das seitens der Stadt dem Gutachter-Team zur Verfügung gestellt wurde.

Ziel der Studie war, Aussagen zur Zweckmäßigkeit eines höherwertigen ÖV-Systems, zu dessen Technik und möglichen Umsetzungsschritten, zu erarbeiten.

Ergebnis ist ein positiver Nutzen-Kosten-Faktor für ein Kernnetz einer städtischen Straßenbahn mit zwei Ästen.

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Auftraggeber: 
Stadt Regensburg
Projektzeitraum: 
2016-2018
Bearbeitung: 
Romain Molitor
Helmut Koch
Benjamin Kigilcim
Sebastian Reinberg
Rainer Schrögenauer