Kraftstoffexport und Emissionen des Verkehrssektors in Luxemburg

In Luxemburg besteht seit längerer Zeit ein eindeutiges Ungleichgewicht zwischen dem Kraftstoffverbrauch im Inland und dem Kraftstoffverkauf. Ein großer Teil des in Luxemburg verkauften Kraftstoffes wird außerhalb Luxemburgs verbraucht, d.h. es besteht ein Export des Kraftstoffes im Tank der Fahrzeuge. Luxemburg ist im Rahmen von internationalen Abkommen Verpflichtungen und Ziele zum Ausstoß von Treibhausgasen und Luftschadstoffen eingegangen, die das regelmäßige Berichten der retrospektiven Entwicklung des im Inland verbrachten Kraftstoffs und den daraus resultierenden Emissionen des Verkehrssektors ab 1990, sowie Prognosen bis 2030 erfordern.

Grundlage für die Aufbereitung dieser Zeitreihen ist die möglichst exakte und in sich konsistente Berechnung der im Inland erbrachten Fahr- und Verkehrsleistung aller Verkehrsmittel und Verkehrsarten im Personen- und Güterverkehr

Aufgrund der zunehmenden Relevanz wird neben dem Straßengüterverkehr besonderes Augenmerk auf die detaillierte Analyse der Entwicklung der Grenzpendlerverkehre gelegt (Herkunft, Modal Split, Verkehrsmittelalternativen (ÖV-Angebot, Car-Pooling, etc.), Wegeketten und Fahrtweiten im Inland). Die Fahrleistung der Grenzpendler beträgt aktuell etwa 20 % der gesamten Inlandsfahrleistung der Pkw.

Die Energieeinsatz- und Emissionsmodellierung erfolgt mit den an der Technischen Universität Graz entwickelten Modelle GLOBEMI bzw. NEMO für den Straßenverkehr und GEORG für den Offroad-Sektor. Eingangsgrößen sind das Mengengerüst der Verkehrsdaten nach Straßenkategorie, die Energiestatistik, Daten zum Fuhrpark und dessen Zusammensetzung.

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Auftraggeber: 
Ministère du Développement durable et Infrastructures, Administration de l´Environnement Division Air/Bruit
Projektzeitraum: 
2009, 2010 - 2011, 2013-laufend