In einer international vergleichenden Studie, beauftragt durch das Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen (MDDI) in Luxemburg, wurden die Gesetze (Straßenverkehrsordnung), Richtlinien und Empfehlungen für Infrastruktur auf nationaler Ebene sowie allfällige weitere Regelungen oder Gesetze, die den Fuß- und/oder Radverkehr betreffen, untersucht. Dabei wurde die Situation für Österreich, Dänemark und Spanien mit Fokus auf Barcelona analysiert.
Die Zusammenarbeit erfolgte mit den internationalen Büros MOE/Tetraplan in Dänemark und Citec Ingénieurs Conseils SA in der Schweiz. Die Projektleitung oblag komobile.
Im ersten Schritt wurde die aktuelle Situation des Fuß- und Radverkehrs untersucht, nach rechtlichen, infrastrukturbezogenen Richtlinien und sozialen Aspekten gegliedert. Die abgedeckten Themen sind breit gestreut und beinhalten u.a. Fahrradinfrastruktur, gesetzliche Regelungen für die Aktive Mobilität (Fuß- und Radverkehr), Benützungspflicht von vorhandener Radinfrastruktur, Nebeneinanderfahren des Radverkehrs bis hin zur Verkehrserziehung von Kindern. Auf Basis einer strukturierten Analyse wurden Gesetze, Richtlinien und Regelungen aus den verschiedenen Ländern zusammengetragen und verglichen. In einem zweiten Schritt wurden daraus Ergebnisse abgeleitet, anhand derer die aktive Mobilität durch gezielte Maßnahmen sowie durch Anpassungen von Gesetzen und Richtlinien gefördert werden kann. Ergänzend wurden sogenannte „Best practice“ Beispiele ausgewählt.
Mit der Studie wird ein guter Überblick gegeben wie in Österreich, Dänemark und Spanien, Länder mit einer jeweils sehr unterschiedlichen Zugangsweise zum nicht-motorisierten Verkehr, die aktuelle Situation des Fuß- und Radverkehrs ist und wie er bevorzugt bzw. benachteiligt wird.