Die Bezirkshauptstadt Ried im Innkreis beherbergt rund 12.200 Einwohner und 14.000 Arbeitsplätze. Mehrere größere Industrie- und Gewerbetriebe liegen in der Stadt. Dies führt dazu, dass täglich rund 11.000 Menschen nach Ried einpendeln, der größte Teil mit dem eigenen Pkw. Trotz Begegnungszone in der Innenstadt gibt es sehr viele Parkplätze im Straßenraum und erhebliche Durchgangsverkehrsströme.
Im Rahmen des Mobilitätskonzeptes wurde eine Strategie für eine nachhaltige Aufwertung des Stadtzentrums, sowie eine Neuorientierung der Mobilitätsentwicklung mit Schwerpunktsetzungen im Bereich aktive Mobilität (Fußgänger- und Radverkehr) und Verkehrsberuhigung erarbeitet. Ziel des Bürgermeisters: „Das Stadtzentrum zum Wohnzimmer Innenstadt machen“
Das Konzept basiert auf aktuellen Verkehrszahlen und lehnt sich methodisch an EU-weit vorgeschlagene Settings für Nachhaltige Städtische Mobilitätspläne an (Sustainaible Urban Mobility Plans – SUMPs).
Von komobile wurde vorgeschlagen, den Duchgangsverkehr auf einen „Cityring“ zu verlagern, Stellplätze in der Innenstadt zu reduzieren und in Sammelgaragen zu bündeln. Mit einer Verkehrsmodellierung konnten die räumlichen Verlagerungen des Kfz-Verkehrs gezeigt und quantifiziert werden. Eine bessere Erreichbarkeit der Bezirkshauptstadt mit allen Verkehrsmitteln, sowie eine verbesserte Radanbindung der Stadtteile an die Innenstadt waren weitere wichtige Schwerpunkte.
Die Bearbeitung erfolgte gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern aller politischen Fraktionen und wichtigen Stakeholdern (inkl. der Rieder Wirtschaft), in 5 Workshops und einer öffentlichen Präsentation. Regelmäßige Abstimmungen erfolgten mit dem laufenden Agenda21-Prozeß und der zeitgleich durchgeführten Stadtklimaanalyse.
Der Gemeinderat hat die Ziele des Mobilitätskonzeptes beschlossen und es ist geplant, die vorgeschlagenen Maßnahmen (65 Einzelmaßnahmen) schrittweise umzusetzen.