Fuß- und Radverkehrsgipfel 2026

25 Fachsessions, 8 Exkursionsformate, 11 Keynote-Speaker:innen und rund 170 fachliche Beiträge: Beim 2. Österreichischen Fußverkehrsgipfel und 17. Österreichischen Radgipfel in Eisenstadt drehte sich drei Tage lang alles um aktuelle Entwicklungen, Projekte und Lösungsansätze für den Fuß- und Radverkehr. komobile war mit vier Fachbeiträgen und einer aktuellen Publikation vor Ort.

Von der Gestaltung sicherer Fuß- und Radverkehrsnetze über temporäre Maßnahmen bis zur eigenständigen Mobilität junger Menschen: Das Programm des Rad- und Fußverkehrsgipfels bot zahlreiche Perspektiven darauf, wie aktive Mobilität in Städten und Gemeinden weiter gestärkt werden kann.

komobile brachte Erfahrungen und Erkenntnisse aus aktuellen Projekten und Planungen in vier Fachsessions ein:

  • Temporärer Rückbau eines Linksabbiegestreifens in Gmunden
    Am Beispiel Gmunden wurde gezeigt, wie mit einer temporären Maßnahme neue Spielräume für den Radverkehr erprobt und Veränderungen im Straßenraum vor einer dauerhaften Umsetzung praktisch getestet werden können.
  • Verträgliche Ausführung von Fuß- und Radverkehrsnetzen
    Wie lassen sich die Anforderungen des Fuß- und Radverkehrs gemeinsam berücksichtigen? Der Beitrag widmete sich der Frage, wo gemeinsame Lösungen funktionieren und wo eine klare Trennung der Verkehrsarten erforderlich ist.
  • Gemeinsame Rad- und Fußverkehrsplanung im urbanen Raum: Von der Analyse zur Empfehlung
    Eine integrierte Betrachtung von Fuß- und Radverkehr ermöglicht es, Synergien frühzeitig zu erkennen und mögliche Konflikte bereits in der Planung zu berücksichtigen. Vorgestellt wurde der Weg von der gemeinsamen Bestandsanalyse bis zu konkreten planerischen Empfehlungen.
  • Eigenständige Mobilität von jungen Menschen in ländlichen Regionen
    Welche Voraussetzungen brauchen Kinder und Jugendliche, um auch im ländlichen Raum möglichst selbstständig unterwegs sein zu können? Im Mittelpunkt standen die Mobilitätsbedürfnisse junger Menschen und die Frage, wie ihre Perspektiven stärker in kommunale und regionale Mobilitätsplanungen einfließen können.

Kosteneffiziente Maßnahmen für Gemeinden

Darüber hinaus präsentierten wir die im Rahmen unserer klimaaktiv mobil Beratungstätigkeit für das Programm „Mobilitätsmanagement für Städte, Gemeinden und Regionen“ erarbeitete Publikation „Kosteneffiziente Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs und Radverkehrs in der Gemeinde“.

Die Publikation zeigt, dass Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr nicht zwangsläufig mit großen Investitionen verbunden sein müssen. Entscheidend sind klare Prioritäten, ein gezielter Einsatz der verfügbaren Mittel und die Abstimmung unterschiedlicher Maßnahmen. Konkrete Empfehlungen und Praxisbeispiele geben Gemeinden Anregungen, wie auch mit begrenzten finanziellen Spielräumen wirksame Schritte für mehr aktive Mobilität gesetzt werden können.

Austausch, neue Perspektiven und viele Impulse

Neben den zahlreichen Fachbeiträgen bot der Gipfel vor allem Raum für persönlichen und fachlichen Austausch. Drei Tage lang konnten Erfahrungen aus unterschiedlichen Städten, Gemeinden und Projekten diskutiert, neue Lösungsansätze kennengelernt und aktuelle Herausforderungen der Fuß- und Radverkehrsplanung gemeinsam beleuchtet werden.

Ein besonderes Highlight war der „First Ride“ von Women in Cycling Austria. Das Netzwerk soll Frauen aus unterschiedlichen Bereichen der Radverkehrswelt zusammenbringen und Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und neue Kooperationen schaffen – wer daran interessiert ist, darf sich gerne auch bei uns melden. Sobald der Zoom-Kick-Off steht informieren wir auch.

Wir freuen uns, unsere Erfahrungen aus der täglichen Planungs- und Beratungspraxis eingebracht zu haben – und nehmen gleichzeitig viele neue Impulse und Erkenntnisse für unsere kommenden Projekte mit. Danke an alle Organisator:innen, Vortragenden und Gesprächspartner:innen für drei spannende Tage in Eisenstadt!