Im Rahmen unseres klimaaktiv mobil-Beratungsauftrags „Mobilitätsmanagement für Städte, Gemeinden und Regionen“ organisierte und begleitete unser Büro am 25. und 26. Juni 2026 eine zweitägige Fachexkursion nach Villach, Spittal an der Drau und Seeboden am Millstätter See. Im Mittelpunkt standen aktuelle Projekte und praxiserprobte Ansätze zur Förderung der Aktiven Mobilität, zur Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel sowie zur klimafreundlichen Stadt- und Regionalentwicklung.
Villach






Die Fachexkursion startete am 25. Juni 2026 am Villacher Hauptbahnhof. Christiane Schiavinato und Thomas Herzeg von den ÖBB erläuterten den Umbau des Bahnhofs und die Verknüpfung mit dem Fuß- und Radverkehr. Besichtigt und diskutiert wurden unter anderem: Park-&-Ride-Anlagen mit teilweise begrünten Überdachungen, Bahnsteigüberdachungen aus Holz und Photovoltaikmodulen und Zugänge und Schnittstellen zu aktiven Mobilitätsformen.
Nach einem gemeinsamen Spaziergang ins Stadtzentrum präsentierten Vertreter der Stadt Villach zentrale Konzepte und Projekte:
- Wolfgang Müller, Leiter der Abteilung Verkehrsplanung, stellte den Masterplan Gehen vor.
- Radverkehrsbeauftragter Andreas Zobl präsentierte das Radverkehrskonzept der Stadt Villach.
- Ursula Lackner gab Einblicke in die Aktivitäten zur klimaneutralen Stadt und in das Pilotquartier Villach.
Christoph Zettinig von der Radlobby Kärnten und Petra Obernosterer vom Klimabündnis Kärnten präsentierten anschließend die Ergebnisse des Projekts „Schulchecks 2025“.
Bei einem abschließenden Rundgang durch die Villacher Innenstadt zeigte Andreas Zobl anhand konkreter Beispiele, wie Begegnungs- und Fußgängerzonen gestaltet werden können, wie Ortskernbelebung und Leerstandsnutzung ineinandergreifen, welche Möglichkeiten für attraktive Fahrradabstellanlagen und niederschwellige Radverleihangebote bestehen, und wie Transporträder die Lücke zwischen Fahrrad und Pkw schließen können.
Spittal an der Drau, Lieserschlucht und Seeboden






Der zweite Exkursionstag begann am 26. Juni 2026 im Schloss Porcia in Spittal an der Drau. Im Rahmen mehrerer Fachinputs wurden aktuelle Projekte und regionale Erfahrungen vorgestellt:
- Ludwig Gustav Steinwender berichtete über laufende Planungen und Umsetzungen von Radverkehrsprojekten des Landes Kärnten.
- Ulrike Taurer vom Tourismusverband Spittal an der Drau präsentierte die Radrastplätze in der Region.
- Erich Auer stellte aktuelle Projekte und Beobachtungen der Radlobby Spittal vor.
- Andreas Zobl erläuterte das Transportradsharing-Projekt Familienflitzer.
- Janine Knes von der Tourismusmanagement GmbH Millstätter See – Bad Kleinkirchheim – Nockberge berichtete über regionsübergreifende Radverleihsysteme und die Marke Nockbikes.
Für den praktischen Teil stellte Nockbikes den Teilnehmenden E-Bikes zur Verfügung. Auch die beiden Familienflitzer wurden bei der Exkursion eingesetzt.
Nach einer gemeinsamen Mittagspause auf Einladung des Landes Kärnten wurde die entlang der ÖBB-Brücke errichtete Radbrücke über die Lieser besichtigt. Anschließend führte die Exkursion durch die Lieserschlucht. Dabei wurden der Bedarf für eine sichere Radverkehrsverbindung unmittelbar erlebbar sowie die geplanten Bauabschnitte, das Vorgehen und die besonderen Herausforderungen bei der Errichtung des Radwegs erläutert.
In Seeboden am Millstätter See begrüßten Bürgermeister Thomas Schäfauer und Hellmuth Koch vom Tourismusverband Seeboden die Teilnehmenden bei der Anlegestelle des Elektroausflugsschiffs Seenixe. Während der anschließenden Schifffahrt stellten
- Daniel Wurster-Ellinger von der Tourismus Villach GmbH das Mikro-ÖV-System Nockmobil und
- KEM-Manager Georg Oberzaucher die Mobilitätsprojekte und Aktivitäten der KEM Millstätter See vor.
Die zweitägige Fachexkursion bot damit einen vielseitigen Einblick in kommunale und regionale Mobilitätslösungen – von strategischen Fuß- und Radverkehrskonzepten über Sharing- und Mikro-ÖV-Angebote bis hin zur konkreten Planung und Umsetzung anspruchsvoller Radinfrastruktur.
