Verkehrskonzept Hallstatt

Hallstatt verzeichnete in den letzten Jahren ein starkes touristisches Wachstum. Rund eine Million Tagesgäste frequentieren die malerische Gemeinde mit 750 Einwohner:innen. Mitausgelöst wurde der Boom von asiatischen Gästen, für die Hallstatt zu einer Pflicht-Destination in Europa geworden ist. Dies führte zu erheblichen Verkehrsproblemen und Konflikten.

Die Gemeinde schrieb 2018 die Bearbeitung eines Verkehrskonzeptes aus. Komobile konnte gemeinsam mit dem Tourismus-Beratungsunternehmen Kohl&Partner die Ausschreibung für sich entscheiden.

Die Bearbeitung erfolgte im Rahmen eines auf die Problemlage maßgeschneiderten Bürger:innenbeteiligungsmodelles, bei dem Bewohner:innen und Wirtschaft gleichberechtigt vertreten waren. Die Arbeitsgruppensitzungen wurden professionell moderiert und nachvollziehbar protokolliert. Die Bevölkerung wurde im Rahmen von zwei öffentlichen Veranstaltungen über die Arbeit informiert und hatte Gelegenheit, Vorschläge und Ideen in die Planung einzubringen. Über dreihundert Vorschläge wurden in schriftlicher Form deponiert!

Die wesentlichen Inhalte des fertigen Konzeptes sind:

  • Definition von Belastungsgrenzen anhand von Verkehrsqualitäten im Straßenraum
  • Touristische Strategie mit Lenkung und Steuerung der Tourismusströme
  • Kontingentierung der Reisebusse (Slotsystem)
  • Parkraumkonzept mit besserer Steuerung und Neuordnung, ohne Erhöhung der Gesamtkapazitäten
  • Detailmaßnahmen verkehrsorganisatorischer und baulicher Art zur kurzfristigen Optimierung des Verkehrsablaufes

Ein weitgehender Konsens konnte erreicht werden. Das Konzept wurde im Februar 2019 in der Gemeindevertretung  beschlossen, große Teile davon einstimmig. Einige Maßnahmen sind umgesetzt, das innovative Reisebus-Slotsystem ist im Frühjahr 2020 in Betrieb gegangen

(C) Foto 1 und 3: Business KONSENS

Auftraggeberin

Marktgemeinde Hallstatt

Bearbeitungszeitraum

April 2018 - April 2019

Stichworte

Bürger:innenbeteiligung, Mobilitätskonzept, Öffentlicher-Verkehr, Tourismusverkehr